Herbstende

Wenn die Blätter in der Erde ruhen,

Wenn die Nacht den Tag umschlingt,

Wenn dir die Kälte in die Haut eindringt,
Taucht dir erst der Sommer auf –

Des Tages beständiges Licht;

Der Blumen warmer Duft;

Im Wasserspiegel der Schwäne Bild,

Wenn der Abend dämmert.

Auch dich selbst siehst du –

Den Wandernden, den Träumenden

– den Irrenden.

Was du begraben lässt,

Wird dann die Ewigkeit.

Das Ewige bliebe in

Des Herzens totem Winkel,

Wenn es nicht jene Nächte

In deinen Traum schliche

Und dein Antlitz aufhellte.

Jene Sommertage hast du verloren.

Am Herbst erinnerst du dich nicht

– Den hast du vergessen.

In deiner kalten Stube erwarten dich

Diese grauen Winterstunden.

Jedem Ende wohnt ein Schmerz inne,

Der uns hilft, zu erkennen.

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